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07.02.1968 / Meldungs-Nr.: AHI0177 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 112 österreichische flughäfen gegen einstellung des inlandsflugs wien , 7.2.(apa): die arbeitsgemeinschaft österreichischer verkehrsflughäfen bezweifelt die richtigkeit der angaben der =

 
w 112 österreichische flughäfen gegen einstellung des inlandsflugs
wien , 7.2.(apa): die arbeitsgemeinschaft österreichischer
verkehrsflughäfen bezweifelt die richtigkeit der angaben der
austrian airlines über das defizit des binnenflugverkehrs.
sie hält den betrag von rund 25 mill. schilling jährlich für
zu hoch und stellt fest, dass die aua bis zum heutigen tage
keine kostenrechnungen vorgelegt habe. aus den berechnungen
der flughäfen geht hervor, dass unter annahme der richtigkeit
der angaben der aua bei rund 33.000 inlandsfluggästen im jahre
1966 ein abgang von 757 schilling pro fluggast bestünde.
die österreichischen verkehrsflughäfen sind in sorge
darüber, dass die aua den inlandsflugverkehr unter umständen
einstellen könnte, weil er für sie nicht ertragreich ist.
sie bezeichnen den aufwand im inlandsverkehr als zu hoch und
glauben, dass eine senkung durch die reduzierung des erhöhten
personalstandes der aua, durch bessere auanützung des vorhandenen
fluggerätes und durch vermeidung unnötiger stehzeiten, durch
einsatz geeigneten fluggerätes sowie schliesslich durch
weitgehende vereinfachung der abfertigung möglich sei. sie
fordern die bedienung der erforderlichen strecken zu tageszeiten,
die für den inlandpassagier zweckmässig sind,
verlässliche und pünktliche einhaltung der flugpläne,
den konsequenten ausbau des streckennetzes unter beibehalten
bewährter verbindungen und abflugzeiten, wahrheitsgetreue
und zeitgerechte information insbesondere bei nichteinhaltung
des flugplanes, rasche und bestmögliche bedienung des flugreisepublikums
bei flugausfällen.
wie der direktor des flughafens schwechat ing. tiltsch
in seinen ausführungen bemerkte, haben die bundesländer und
landeshauptstädte in den vergangenen jahren zur unterstützung
des inlandsflugverkehrs subventionen geleistet, doch wurden
seitens der aua noch keine konkreten zahlen bekanntgegeben,
die für einen beitrag der länder und gemeinden zum defizit
notwendig wären. die auffassung der aua, dass kurzstreckenlüge,
noch dazu zu einem preis, der kaum höher als die bahnfahrt
erster klasse ist, nicht so lukrativ sein können, wie grenzüberschreitende
flüge, könne für den anfang unbestritten
bleiben, jedoch müsste der inlandsflugverkehr bei richtiger bedienung,
pünktlichkeit und verlässlichkeit nicht zu einem
wesentlichen verlustgeschäft werden.
die flughäfen waren schon von beginn an der ansicht, dass
die flugzeuge der type hawker siddeley 748 (belvedere)
für den inlandsflugverkehr nicht zweckmässig seien, da ihre
sitzplatzkapazität von 44 sitzen insbesondere für den beginn
als zu gross gewählt erscheine.
direktor tiltsch machte auch einige angaben über die
frequenzen und linienverbindungen der einzelnen österreichischen
flughäfen und kam zu der schlussfolgerung, dass sowohl im
inlandsverkehr als auch im grenzüberschreitenden verkehr eine
koordinierung aller zuständigen stellen erzielt werden
müsse.( schluss)+rt+++

 

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