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25.11.1960 / Meldungs-Nr.: AHI0223 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 150 wien , 25.11.(apa) in der aufsichtsratssitzung der austrian airlines - österreichische luftverkehrs-ag, =

 
w 150
wien , 25.11.(apa) in der aufsichtsratssitzung der
austrian airlines - österreichische luftverkehrs-ag,
die am donnerstag bis in die späten abendstunden abgehalten
wurde, ist die gegenwärtige lage der gesellschaft eingehend
erörtert worden. es wurde beschlossen, dass an stelle des
im juli d.j. ausgeschiedenen technischen vorstandsdirektors
dipl. ing. brandner, der eine funktion in der ägyptischen
luftfahrtindustrie übernommen hat, vorerst kein nachfolger
ernannt wird. zwei flugkapitäne (norbert erlach und alexander
raab) werden dem derzeitigen vorstandsdirektor dipl. rer.
pol. schalk, dessen vertragsverlängerung beschlossen wurde,
verantwortlich zur seite stehen.
im weiteren wurde der bereits im grundsätzlichen bestehende
kooperationsvertrag mit panam behandelt, an hand des vorliegenden
entwurfes wurde die notwendigkeit eines solchen abkommens
festgestellt, jedoch hinsichtlich der formulierung einzelner
punkte beschlossen, noch gewisse klärungen bzw.
ergänzungen in den vorliegenden vertrag einzubauen,
die frage, ob das durch unfall verlorengegangene flugzeug
durch zwei zweimotorige maschinen ersetzt werden soll oder durch
eine viscount der in der verwendung stehenden type 779, wurde
im zusammenhang mit dem problem der errichtung einer
chartergesellschaft und des binnenflugverkehrs geprüft. diese
frage wird von einem technischen komitee weiterbehandelt und soll
unter berücksichtigung des liniennetzes der aua einer lösung
zugeführt werden.
der aufsichtsrat befasste sich vor allem auch mit der
unbedingten notwendigkeit der ehesten abhaltung einer hauptversammlung.
wenn diese bisher nicht zustandegekommen ist, so
hing dies mit grundsätzlichen massnahmen der rekonstruktion
der aua im hinblick auf die neuen gesellschaften und das in
aussicht genommene grundkapital zusammen. es ist zu erwarten,
dass die syndikate noch im laufe des monats dezember zu einer
entscheidung gelangen. sollte aber diese entscheidung
nicht rechtzeitig fallen, so hat der aufsichtsrat beschlossen,
im hinblick auf die notwendigen wichtigen massnahmen
eine ausserordentliche hauptversammlung in der ersten jännerhälfte
abzuhalten.
die pläne über die rekonstruktion der aua gehen in der
richtung, dass sich an einem neuen grundkapital in der höhe
von mindestens 100 millionen schilling der bund und die länder
mit je einem drittel beteiligen. der rest würde von den
banken, versicherungsanstalten und anderen unternehmungen
übernommen werden. das ursprüngliche grundkapital müsste auf
ein fünftel abgewertet werden.
die bisherigen finanziellen schwierigkeiten der gesellschaft
wurden so überbrückt, dass der bund bereits im sommer d.j.
den schuldenerlass für die überbrückungsfinanzierung (120
millionen schilling) sowie den verzicht auf die rückzahlung
der für die beschaffung des fluggerätes erforderlichen 210
millionen schilling ausgesprochen hat. (schluss) 1640 mzi+

 

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