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07.10.1960 / Meldungs-Nr.: AHI0116 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 54 aua-katastrophe 1 wien, 7.10.(apa) das bundesministerium für verkehr und elektrizitätswirtschaft =

 
i 54
aua-katastrophe 1
wien, 7.10.(apa) das bundesministerium für verkehr und elektrizitätswirtschaft
teilt mit:
nach mitteilung der österreichischen botschaft moskau im
wege des bundesministeriums für auswärtige angelegenheiten, die
freitag früh im bundesministerium für verkehr und elektrizitätswirtschaft
einlangte, wurde die untersuchung über den
flugzeugunfall der kursmaschine der aua vor moskau abgeschlossen
und die unfallsberichte beider kommissionen wurden am 5. oktober
ausgetauscht. in beiden erhebungsergebnissen, die sich decken,
wurde festgestellt:
"die österreichischen beobachter bei der untersuchung
des flugzeugunfalles des kursflugzeuges os 901 sind der ansicht,
dass der unfall mit der höhenmessung im zusammenhang
steht, da sowohl aus dem durchgeführten funksprechverkehr als
auch aus der untersuchung des bruches hervorgeht, dass sich die
besatzung in normaler anflughöhe befindlich glaubt.
eine falsche höhenmessung kann
a) auf einen technischen mangel an einem der beiden höhenmesser,
b) auf die verschiedene einstellung der höhenmesser oder
c) auf unterlassung oder irriger ablesung, zurückgeführt
werden.
die unterschungen haben ergeben, dass ein technisches gebrechen
am flugzeug selbst (wie leistungsabfall, brand etc) oder ein
meteorologisches ereignis (z.b. vereisung oder schwere turbulenz
etc) mit dem unfall nicht im zusammenhang steht.
der mechanismus beider höhenmesser war innen so beschädigt,
dass nicht mehr festgestellt werden konnte, ob die höhenmesser
zum zeitpunkt des unfalls richtig angezeigt haben.
beide höhenmesser waren auf den richtigen luftdruck, jedoch
verschieden eingestellt und zwar:
der höhenmesser links auf qfe 0990 m.b. und der höhenmesser
rechts auf 1013 m.b. welche auf grund der herrschenden
luftdruckverhältnisse sowohl qnh als auch der standarddruck-einstellung
entsprochen haben könnte. eine derartige verschiedene
einstellung entspricht nicht dem üblichen verfahren der austrian
airlines, irgendwelche gründe die den kapitän veranlasst haben
könnten, von der üblichen praxis abzugehen, konnten nicht
erhoben werden.
eine eindeutige feststellung, welche dieser drei ursachen
für die unterschreitung der mindest-flughöhe ausschlaggebend
war, konnte nicht getroffen werden, weil die flugzeugbesatzung
bei dem unfall tödlich verunglückte." (schluss der
amtlichen mitteilung ) (forts)+lr+1210+

 

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