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27.09.1960 / Meldungs-Nr.: AHI0144 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 176 flugzeugkatastrophe zusammenfassung 1 wien ,27.9.(apa) die österreichische luftfahrt wurde gestern =

 
i 176
flugzeugkatastrophe zusammenfassung 1
wien ,27.9.(apa) die österreichische luftfahrt wurde gestern
spät abends von einer schweren flugzeugkatastrophe betroffen.
wenige kilometer vor moskau stürzte die viermotorige kursmaschine
der aua "josef haydn" vom typ vickers viscount,
turbo -prop ab, wobei 30 tote zuu beklagen waren. 7
personen überlebten die katastrophe.
die ersten vorliegenden meldungen widersprachen einander
wie immer in solchen fälle , sowohl was die zahl der toten
verletzten als auch den hergang des unfalles selbst
betrifft. die maschine war um 13.45 uhr in wien gestartet
und hatte planmässig in warschau eine zwischenlandung vorgenommen.
sie sollte um 21.45 uhr ortszeit (d.i. 19.45 uhr mez)
am moskauer flughafen scheremtjewo eintreffen.
die die untersuchung einer von österreich in die udssr
entsandten kommission noch nicht abgeschlossen ist,
kann der hergang des unfalles vorläufig nur aus aussagen
der überlebenden und den berichten der österreichischen
botschaft in moskau entnommen werden. darnach habe beim anflug
auf moskau regen und schwerer nebel geherrscht und ausserdem
sei plötzlich die funkverbindung verloren gegangen. der
pilot, flugkapitän wilfing, der als einer der erfahrensten
piloten der aua gilt, seit 1956 bei verschiedenen fluggesellschaften
eingesetzt war, versuchte den flughafen anzusteuern und
dürfte dabei eine baumreihe gestreift haben. die maschine
stuerzte ab, ein motor geriet in flammen.
die rettungsarbeiten gestalteten sich wegen des schlechten
wetters sehr schwierig. der ort des absturzes kann nur mit gelände
fahrzeugen erreicht werden. den helfern bot sich ein
entsetzlicher anblick. 27 der insassen waren sofort tot,
eine hostess erlag noch an der unfallstelle einer schweren
kopfverletzung, zwei weitere personen sind im spital gestorben.
nach übereinstimmenden berichten besteht für die
sieben überlebenden, die in das moskauer botkin spital gebracht
wurden, keine lebensgefahr. nach einem bericht der
sowjetischen agentur tass haben fünf personen leichte verletzungen
und quetschungen erlitten und nur ein fluggast
ist schwer verletzt.(forts) kl+1813+

 

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