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16.01.1968 / Meldungs-Nr.: AHI0211 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 71 - neue sorgen der aua wien, 16010(apa): die von präsident johnson vorgeschlagenen massnahmen zur besserung der amerikanischen zahlungsbilanz bereiten =

 
w 71 - neue sorgen der aua
wien, 16010(apa): die von präsident johnson vorgeschlagenen
massnahmen zur besserung der amerikanischen zahlungsbilanz bereiten
auch den austrian airlines gegenwärtig sorgen. eine
einschränkung der auslandsreisenden von us-bürgern könnte
die aufnahme des transatlantikdienstes der aua, wenn schon nicht
gefährden, so doch verzögern. obwohl die vorarbeiten intensiv
weitergeführt werden und die expertengutachten eingeholt sind,
weill man bei aua noch die auswirkungen der amerikanischen massnahmen
auf den fremdenverkehr aus den usa abwarten, bevor man
sich zu weiteren schritten entschliesst. wie einem mitarbeiter
der apa erklärte wurde,befürchtet man dabei aber, dass die
aua mit ihren plänen ins hintertreffen geraten könnte,
da die csa bereits im frühjahr 1969 einen amerika-dienst aufnehmen
will und auch die luftfahrtgesellschaften jugoslawiens und
innlands ähnliche pläne hegen. die bisherige entwicklung zeigt,
dass die amerikaner einen zielort gerne ohne zwischenlandung
anfliegen, was eine ablenkung des fremdenverkehrsstromes aus den
usa auf andere länder zur folge haben könnte, wenn die absichten
der austrian airlines hinsichtlich des langstreckenverkehrs
nicht rechtzeitig verwirklicht werden können.
wien wäre jedenfalls ein idealer ausgangspunkt für reisen
der amerikaner in die länder hinter ddm eisernem vorhang. es
steht zur zeit noch nicht fest, wann ein endgültiger beschluss
über die aufnahme eines transatlantikdienstes der aua gefasst
werden kann.
eine alte, aber immer wiederkehrende sorge der aua ist
das defizit des binnenflugverkehrs . der abgang der zwei jahre
1965 und 1966 in der höhe von 101 mill. s besteht zu etwa
der hälfte aus dem verlust des innerösterreichischen verkehrs,
der sich um zirka 25 mill. s pro jahr bewegte. für
1967 wird sogar mit einem abgang von rund 30 mill. s gerechnet.
die aua erklärt sich ausserstande für das ganze defizit aufzukommen
und verlangt, dass mindestens die hälfte davon von den
bundesländern getragen wird. sollten diese nicht dazu bereit
sein, müssten die preise für die flugtichets erhöht werden.
diesbezügliche anregungen wurden bereits an die zuständige
stelle herangetragen, durch den voraussichtlichen wechsel in
der führung des finanzministeriums dürften sich aber auch hier
neuerlich verzögerungen ergeben.
zu all diesen schwierigkeiten kommt die unterkapitalisierung
der aua, die voraussichtlich 1969 eine neue erhöhung des gesellschaftskapitals
erfordern wird. die flotte der aua wird
bald umgerüstet werden müssen, da man mit den vickers viscount
kaum mehr das auskommen finden wird und neues fluggerät (vermutlich
boeing 727) wird anschaffen müssen, wozu ziemlich
grosse beträge flüssig gemacht werden müssten.
jedenfalls muss sich die aua 1968 auf sparen einstellen
und beabsichtigt keinerlei ausweitung des gegenwärtigen streckennetzes.
(. schluss.)+rt++++

 

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