Dossiers aus  Innenpolitik  Aussenpolitik  Wirtschaft  Sport  Chronik&Kultur  Kurioses  Alle Dossiers Suche
05.07.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0157 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

 Druckversion    Original-Meldung

i 166 verkehrsluftfahrt 2 (apa) österreich habe, wie staatssekretär dr. bock weiter =

 
i 166
verkehrsluftfahrt 2 (apa)
österreich habe, wie staatssekretär dr. bock weiter
erklärte, einen zeitraum von fast 20 jahren aufzuholen
und könne daher nicht innerhalb kürzester frist einen vollwertigen
luftverkehr schaffen, doch dürfe jetzt keine zeit
mehr versäumt werden. ohne zweifel werde z. b. schon ab
dem nächsten jahr ein verstärkster luftreiseverkehr von
amerika nadh europa bis wien einsetzen und es sei absolut
nicht einzusehen, warum eine solche lukrative langstreckenlinie
nicht auch von einer österreichischen verkehrsmaschine
geflogen werden sollte. darüber hinaus wird wahrscheinlich
bald ein bedürfnis für die einrichtung neuer luftverkehrslinien
nach dem osten gegeben sein. gerade in dieser beziehung
werde österreich sowohl infolge seiner geographischen lage,
als auch seiner völkerrechtlichen neutralität entscheidend
mitzuwirken haben.
die nicht gerade vorteilhaften erfahrungen, die wir in
österreich mit dem wirtschaftlichen ergebnis öffentlicher
verkehrsunternehmen gemacht haben, haben die zuständigen
stellen veranlasst festzustellen, dass die bisher gepflogenen
untersuchungen über die möglichkeit der einrichtung eines
staatlichen luftfahrtunternehmens zu keinem befriedigenden
ergebnis geführt haben. aber auch die voraussetzungen einer
österreichischen luftfahrt auf privater basis sind noch nicht
genügend geprüft. das nun ist die aufgabe, die sich der verein
"österreichische studiengesellschaft für verkehrsluftfahrt"
gestelllt hat.
das Studium der bedingungen eines österreichischen
luftverkehrs, wie überhaupt ein kommender österreichischer
luftverkehr kann und darf keine parteipolitische angelegenheit
sein. die pressekampagne der letzten tage in dieser
richtung ist ebenso verfehlt, wie die behauptung, dass irgendjemand
wünscht, einer privaten gesellschaft öffentliche
mittel "in den rachen" zu werfen. dass aber der österreichische
luftverkehr unbedingt ein staatliches unternehmen
sein müsste, diese auffassung stösst sicherlich auf den
widerspruch der grossen mehrheit der österreichischen bevölkerung.
die lösungen, die bisher auf regierungsebene vorgeschlagen
und nicht angenommen wurden, waren einzig und allein auf die
gründung eines staatlichen luftfahrtunternehmens ausgerichtet,
ohne dass die möglichkeiten eines privaten unternehmens
genügend untersucht worden wären. für den gegenwärtigen
augenblick ist auch die frage offen, ob wir diesen weg allein
gehen können oder in zusammenarbeit mit anderen bestehenden
luftfahrtgesellschaften. das zu untersuchen, wird eine der
nächsten aufgaben sein. es liegen verschiedene freundliche
angebpte vor, die im gegenwärtigen stadium zumindestens
eine geeignete diskussiongrundlage bilden können.(fortsetzung)
2009+bi

 

Dieser Volltext stellt technisch bedingt nicht den Anspruch auf ein exaktes Abbild der Originalmeldung. Der Grund für die mitunter geringe Qualität ist das Alter des Papiers sowie die damals verwendete Kopiertechnik.

Zur Anzeige der Original-Meldung im PDF-Format benötigen sie Adobe Acrobat Reader.

05.07.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0157 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      
© APA - Austria Presse Agentur / Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
25.11.1981: Kardinal Ratzinger wird Präfekt der Gaubenskongregation » 26.11.1985: Gesamter VOEST-Vorstand zurückgetreten » 27.11.1971: Eröffnung der Fußgängerzone in der Wiener Innenstadt »