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08.06.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0112 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 117 luftfahrt 1 wien, 8.6. (apa) verkehrsminister diplomingenieur waldbrunner =

 
i 117
luftfahrt 1
wien, 8.6. (apa) verkehrsminister diplomingenieur waldbrunner
nahm in einer sozialistischen vertrauensmännerkonferenz,
in der er über verkehrsfragen sprach, ausführlich zur frage
der errichtung einer österreichischen zivilluftfahrt stellung.
wie die sozialistische korrespondenz meldet, führte der minister
aus:
durch die unterzeichnung des staatsvertrages ist auf vielen
gebieten eine für österreich neue und, wie wir überzeugt
sind, erfolgreiche entwicklung angebahnt worden. das gilt
auch für das verkehrswesen. hemmnisse und fremde beeinflussung,
die uns in den letzten jahren behindert haben, fallen weg.
das ist für unseren bahnverkehr, für den schiffsverkehr auf
der donau und für die entwicklung unseres luftverkehrs besonderes
erfreulich. unserer republik war bekanntlich nach kriegsende
eine selbständige betätigung auf dem gebiet des luftverkehrs
verboten. nun können wir wieder eine österreichische
zivilluftfahrt einrichten.
ich hoffe, sagte der minister weiter, dass die vier alliierten
mächte, die heute noch besatzungsmächte sind, mit ihrer zustimmung
zur schaffung einer österreichischen zivilluftfahrt nicht
warten werden, bis der staatsvertrag formell in kraft getreten
ist. die bundesregeierung har seit jahren zähe um österreichs
recht im luftverkehr gekämpft. das ministerium für verkehr
und verstaatlichte betriebe hat im laufe der letzten jahre
stück für stück die voraussetzungen für einen österreichischen
zivilluftverkehr geschaffen. heute besteht bereits
ein leistungsfähiger österreichischer flugwetter- und flugsicherheitsdienst,
der die gewähr dafür gibt, dass mit dem
abzug der besatzungstruppen der zivile flugverkehr in österreich
sicher und reibungslos abgewickelt werden kann. im laufe
des letzten jahres ist es auch gelungen, für alle österreichischen
verkehrsflughäfen österreichische gesellschaften zu gründen,
durch sie den bodendienst zu übernehmen und für die österreichische
verwaltung dieser flughäfen vorzusotgen. der erste
erfolg dieser massnahme ist der ausbau des flughafens schwechat,
womit keineswegs späteren entwicklungen, insbesondere, was
den geplanten zentralflughafen deutsch-wagram betrifft, vorgegriffen
wird. die flughafengesellschaften sind auf grund eines
regierungsbeschlusses gesellschaften der öffentlichen hand
geworden, in denen der bund und die jeweils zuständigen bundesländer
und landeshauptstädte zusammenwirken. (fortsetzung)
+1826/ip+

 

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