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02.09.1957 / Meldungs-Nr.: AHI0092 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 55 waldbrunner 1 wien, 2.9. (apa) - beim stapellauf und der taufe des küstenfrachtmotorschiffs =

 
i 55
waldbrunner 1
wien, 2.9. (apa) - beim stapellauf und der taufe des küstenfrachtmotorschiffs
"perseus", das die korneuburger schiffswerft
der donau-dampfschiffahrtsgesellschaft für die dampfschiffahrtsgesellschaft
"neptun", bremen, gebaut hat, hielt heute der
bundesminister für verkehr und elektrizitätswirtschaft, dipl.
ing. waldbrunner, die festrede, in der er u.a. darauf hinwies,
dass uns erst wenige jahre von einer zeit trennen, in der der
bau von seeschiffen für westeuropäische auftraggeber auf einer
österreichischen werft als utopie erschienen wäre. während
der besetzung österreichs bildete die demarkationslinie ein
auch für österreichische schiffe anfangs unüberwindliches
hindernis. nicht nur die deutsche schiffahrt, sondern auch
die österreichische war damals auf den abschnitt regensburg -
linz beschränkt.
österreich konnte sich damit unmöglich zufrieden
geben und hat sich daher nach kräften bemüht, die rechtliche
basis für die schiffahrt donauabwärts bis zum schwarzen meer
wiederherzustellen. diese bemühungen begannen noch während
der zeit der besetzung und führten schliesslich zum abschluss
von schiffahrtsverträgen mit sämtlichen donauuferstaaten.
den schlusstein bildete das kürzlich zwischen der ddsg und
der sowjetischen donauschiffahrt geschlossene abkommen. damit
ist auch für das schiff der weg zum meer frei, dessen
stapellauf wir heute feiern. österreich hat damit aber auch
pionierarbeit für die gesamte westeuropäische schiffahrt
geleistet.
u.a. war im vergangenen jahr die deutsche schiffahrt mit
verkehrsleistungen auf der österreichischen donaustrecke
bereits führend vor den anderen anliegerstaaten.
eine wichtige aufgabe der verkehrspolitik ist es, erklärte
minister dipl. ing. waldbrunner, die binnenschiffahrt harmonisch
in den gesamtverkehr einzugliedern und auch innerhalb dieses
verkehrssektors eine dem gesamtinteresse dienende ordnung zu
fördern und aufrecht zu erhalten. das erste ziel ist für unser
land weitgehend erreicht: frachtentransport und personenverkehr
auf der donau haben heute wieder neben den anderen österreichischen
verkehrsträgern den ihnen gebührenden platz.
die koordinierung einzelner unternehmungen des binnenschiffahrtsverkehrs
tritt in österreich weniger in erscheinung als in
westdeutschland, wo zahlreiche unternehmungen nebeneinander
tätig sind. (fortsetzung)+i350/ip+

 

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