Dossiers aus  Innenpolitik  Aussenpolitik  Wirtschaft  Sport  Chronik&Kultur  Kurioses  Alle Dossiers Suche
12.07.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0122 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

 Druckversion    Original-Meldung

i 137 innsbruck, 12.7.-(apa) auf einer ausserordentlichen landeskonferenz der gewerkschaft der metall- und bergarbeiter =

 
i 137
innsbruck, 12.7.-(apa) auf einer ausserordentlichen
landeskonferenz der gewerkschaft der metall- und bergarbeiter
hielt zentralsekretär bundesrat geiger das hauptreferat,
wobei er u.a. auf die wirtschaftlichen auswirkungen des staatsvertrags
zu sprechen kam. er erklärte, dass 1938 700
millionen friedensschilling, die zu 38,4 prozent mit gold
und devisen gedeckt waren, an die 1,4-prozentig goldgedeckte
reichsmark angeglichen und somit die laasten des anschlusses
an das deutsche reich voll und ganz österreich übertragen
worden seien.
die 60.000 arisierungen in österreich, die in der folge
stattgefunden haben, seien eine schöne morgengabe an das
deutsche reich gewesen, welche österreich jetzt die ehre habe, als
deutsches eigentum um nahezu fünf milliarden schilling zurückzukaufen.
wenn die russische militärbank am tage der übernahme
der usia-betriebe durch österreich ihre schalter schlisse,
müssen über 40.000 lohn- und gehaltsempfänger von
410 betrieben übernommen werden.
weiters bestehen noch 800 millionen schilling schulden
dieser betriebe an die russische militärbank sowie 1.500
millionen schilling an geltenden geschäftsverpflichtungen
durch die usia-betriebe an das ausland. wie der redner weiter
feststellte, seien nicht nur geschäftspapiere aus den jahren
1946 bis 1953 abtransportiert, sondern darüber hinaus
auch material, edelmetalle und werkzeuge aber auch zeichnungen
kopiert oder im original weggeschafft worden. für viele betriebe
werde sich daraus ein schwerwiegendes problem ergeben.
es werde also notwendig sein, schloss zentralsekretär
geiger, die überleitung des rückgestellten vermögens so
zu gestalten, dass die österreichische arbeiterschaft nicht
zu schaden komme und keine "erbschleicher" aus der sache
nutzen ziehen.
in einer resolution wurde die ehebaldige verabschiedung
des allgemeinen sozialversicherungsgesetzes durch das parlament
verlangt. nachdem auch die beiträge hierzu bereits
ab 1. august geleistet werden müssten.(schluss)+1857+sm+

 

Dieser Volltext stellt technisch bedingt nicht den Anspruch auf ein exaktes Abbild der Originalmeldung. Der Grund für die mitunter geringe Qualität ist das Alter des Papiers sowie die damals verwendete Kopiertechnik.

Zur Anzeige der Original-Meldung im PDF-Format benötigen sie Adobe Acrobat Reader.

12.07.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0122 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      
© APA - Austria Presse Agentur / Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
25.11.1981: Kardinal Ratzinger wird Präfekt der Gaubenskongregation » 26.11.1985: Gesamter VOEST-Vorstand zurückgetreten » 27.11.1971: Eröffnung der Fußgängerzone in der Wiener Innenstadt »