Dossiers aus  Innenpolitik  Aussenpolitik  Wirtschaft  Sport  Chronik&Kultur  Kurioses  Alle Dossiers Suche
23.01.1959 / Meldungs-Nr.: AHI0184 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

 Druckversion    Original-Meldung

w 93 wien, 23.1. (apa) - der industrie- und bergbau- verwaltung (ibv) liegt für das laufende jahr ein umfangreiches =

 
w 93
wien, 23.1. (apa) - der industrie- und bergbau-
verwaltung (ibv) liegt für das laufende jahr ein umfangreiches
arbeitsprogramm vor, das der lösung verschiedener aufgaben
bzw. der inangriffnahme der beseitigung gewisser probleme
dienen soll.
zu den wichtigsten arbeiten in dieser hinsicht gehört
die endgültige regelung der angelegenheiten der beiden
grössten verstaatlichten industriekonzerne. bei der alpine
soll die konzernbildung abgeschlossen und sowohl dort als
auch bei der vöest die noch immer bestehende öffentliche
verwaltung durch die bestellung ordentlicher verwaltungsorgane
abgelöst werden.
in der verstaatlichten elektroindustrie wird auf dem
starkstromsektor eine programmbereinigung angestrebt, die in
der verkleinerung des produktionsprogrammes der einzelnen firmen
durch typeneinschränkung und im zusammenhang damit durch
vergrösserung der stückzahl der einzelnen verbleibenden
produkte bestehen soll.
hinsichtlich der beiden österreichischen schiffswerften
in korneuburg und linz sind verhandlungen im gange, die
den zweck haben, eine personalunion der beiden betriebe zu
schaffen und damit eine engere zusammenarbeit in die wege zu
leiten. der abschluss der sanierung der ddsg und die erstellung
der schillingeröffnungsbilanz stehen unmittelbar
bevor.
in den verstaatlichten giessereien wird eine neuordnung
durch weitgehende konzentration dor produktion angestrebt.
bei hofherr-schrantz soll ein sanierungsversuch unternommen
und der betrieb umorganisiert werden, da sich gewisse
unstimmigkeiten hinsichtlich der zweckmässigkeit und rentabilität
des erzeugungsprogrammes dieses ehemaligen usia-betriebes
ergaben.
in grünbach werden gegenwärtig berechnungen angestellt,
wie hoch die investitionen sein müssten, um dort die steinkohlenförderung
weniger verlustbringend zu gestalten. eine
vollständige eliminierung des defizits wird wohl kaum möglich
sein, doch will man versuchen es so niedrig wie mögllch zu
halten.
die frage des buntmetallerzbergbaues harrt ebenfalls noch
der lösung. bei kupfer hat sich die situation durch das
ansteigen der weltmarktpreise gebessert. bei blei und zink
ist jedoch die lage weiterhin kritisch und nach ansicht
der fachleute wird kaum viel mehr übrigbleiben als eine
weitere subventionierung.
daneben gibt es noch zahlreiche randprobleme, mit
denen sich die ibv zu befassen haben wird.
die lösung vieler fragen, vor allem des bergbaus,
stösst insoferne auf schwierigkeiten, als im hinblick
auf eine integration europas oft nur kurzfristige massnahmen
getroffen werden könnten. in einem grösseren markt werden
alle diese probleme ein anderes bild annehmen und andere lösungen
erfordern. (schluss)+1533/+ip

 

Dieser Volltext stellt technisch bedingt nicht den Anspruch auf ein exaktes Abbild der Originalmeldung. Der Grund für die mitunter geringe Qualität ist das Alter des Papiers sowie die damals verwendete Kopiertechnik.

Zur Anzeige der Original-Meldung im PDF-Format benötigen sie Adobe Acrobat Reader.

23.01.1959 / Meldungs-Nr.: AHI0184 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      
© APA - Austria Presse Agentur / Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
25.11.1981: Kardinal Ratzinger wird Präfekt der Gaubenskongregation » 26.11.1985: Gesamter VOEST-Vorstand zurückgetreten » 27.11.1971: Eröffnung der Fußgängerzone in der Wiener Innenstadt »