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08.02.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0203 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 146 wien, 8.2.-(apa) der heute über antrag von bundesminister für handel und wiederaufbau dddr. illig vom ministerrat beschlossenen =

 
w 146
wien, 8.2.-(apa) der heute über antrag von bundesminister
für handel und wiederaufbau dddr. illig vom ministerrat beschlossenen
aufhebung der ausgleichszuschläge für fahrbenzin
und gasöl waren über initiative des ministers in den letzten
wochen geführte intensive beratungen zwischen dem ministerium
und der sowjetischen mineralölverwaltung vorausgegangen. das
nunmehr vom standpunkt der gesamtwirtschaft erfreuliche ergebnis
bedeutet gleichwohl für die nicht unter sowjetischer verwaltung
stehenden rohölförderungsgesellschaften und raffinerien
ein opfer, weil ihnen nach wie vor von der smv ein zwangsweiser
abzu von den ihnen von der regierung eingeräumten preisen gemacht
wird. die einführung der ausgleichszuschläge war ende
märz 1952 vom wirtschaftsdirektorium beschlossen worden. dieser
beschluss hatte seine ursache darin, dass die smv der rohölfördernden
industrie die behördlich festgesetzten rohölpreise
nicht zur gänze honorierte und der nichtsowjetischen rohölverarbeitenden
industrie von den festgesetzten raffinerieabgabepreisen
einen bestimmten prozentsatz der fakturenbeträge in abzug
brachte. dieser abzug beträgt bei den rohölfirmen auch
in zukunft 16 bzw. 18 prozent, bei den raffinerien fällt er
von bisher 20,5 prozent auf 13 prozent des fakturenbetrages.
den rohölfördernden gesellschaften kommt die tatsache zugute,
dass sie aus den bisherigen abgabeneingängen einen namhaften
fonds ansammeln konnten, der ihre forschungs- und aufschliessungsarbeiten
in den hoffnungsgebieten auf längere zeit hinaus
gewährleisten wird. daneben besteht die aussicht, dass sich die
smv nunmehr zur abgabe grösserer mengen von rohöl an die
nicht sowjetisch verwalteten raffinerien verstehen wird,
wodurch deren kapazität besser ausgenutzt und somit ein ausgleich
für gewisse vorübergehende mindereingänge geschaffen
werden kann. die durch den wegfall der ausgleichszuschläge
nunmehr ermöglichte preisherabsetzung bei inländischen und
importbenzin sowie gasöl wird jedoch vor allem die gesamte wirtschaft
entlasten und zweifellos auch eine beträchtliche absatzsteigerung
zur folge haben.-(schluss) + 1927 sk+

 

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