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14.09.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0178 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 129 wien, 14.9. (apa) von den insgesamt 504.600 beschäftigten der österreichischen industrie, die die statistik anfang 1955 =

 
w 129
wien, 14.9. (apa) von den insgesamt 504.600 beschäftigten
der österreichischen industrie, die die statistik anfang 1955
auswies, waren laut mitteilung der österreichischen industriellenvereinigung
rund 47.500, d.s. 9,4 prozent in unternehmen
tätig, die bisher unter sowjetischer verwaltung standen. die
meisten davon, nämlich 11.500 personen (in österreich insgesamt
44.500) beschäftigte die maschinen-, stahl- und eisenbauindustrie.
es folgen: die erdölindustrie mit 7900 (9200), die elektroindustrie
mit 6000 (34.700), die eisen- und metallwarenindustrie
mit 4000 (36.300), die bergwerke und eisenschaffende industrie
mit 4000 (61.300), die giessereien mit 3400 (8200). die chemische
industrie (einschliesslich glanzstoffabrik st.pölten) mit
2700 (32.500). die fahrzeugindustrie mit 1000 (20.900), die
nahrungs- und genussmittelindustrie mit 1800 (44.200) - hier
arbeitet die hälfte der beschäftigten nur saisonal bei der
zuckerrübenkampagne -, die stein- und keramische industrie
mit 870 (25.500), die glasindustrie mit 850 (7300), die textilindustrie
mit 800 (73.000), die metallindustrie mit 500 (5900),
die papier-, zellulose-, holzstoff- und pappeindustrie mit
400 (21.100), die lederverarbeitende industrie mit 400 (12.400),
die holzverarbeitende industrie mit 330 (18.300), die ledererzeugende
industrie mit 300 (3400), die filmindustrie mit 275
(750) und die säegeindustrie mit 200 (26.200).
in folgenden industrien ist der prozentsatz der usiabeschäftigten
besonders hoch: erdöl 86 prozent , giesserei
40 prozent, film 36 prozent, maschinen- stahl- und eisenbau
26 prozent. elektro 17 prozent, eisen- und metallwaren 11
prozent. gegen zehn prozent der arbeiter der branche beschäftigten
die sowjetbetriebe der glas-, chemie-, leder-, metall-
und fahrzeugindustrie.
da die mehrheit der usia-beschäftigten in konjunkturbegünstigten
branchen tätig ist, können die arbeitsplätze
weitgehend als gesichert angesehen werden. allerdings müssen
viele betriebe erst modernisiert werden, um sich gegen die
konkurrenz behaupten zu können. problematisch ist bekanntlich
vor allem die rohmaterialversorgung auf dem eisensektor angesichts
des hohen walzwarenbedarfs der bauwirtschaft.

achtung redaktion.-
die vereinigung österreichischer industrieller ersucht,
ihre heutige meldung über den beschäftigtenstand in den usiaindustriebetrieben
in der obigen fassung zu verwenden. (schluss)
ch 1835+

 

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