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10.05.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0184 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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W 106 wien, 10.5. (apa) die österreichische maschinen-, eisen- und stahlbauindustrie hatte auch im ersten quartal d.j. eine =

 
W 106
wien, 10.5. (apa) die österreichische maschinen-, eisen-
und stahlbauindustrie hatte auch im ersten quartal d.j. eine
aussergewohnliche konjunktur zu verzeichnen. produktion und
exporte sind ansteigend und es beginnt sich bereits ein arbeitermangel
fühlbar zu machen.
der auftragsbestand sowohl aus dem inland als auch aus dem
ausland ist sehr befriedigend.
gleichzeitig mit dieser entwicklung gehen aber such die
importe an maschinen ständig in die höhe, wobei die bundesrepublik
deutschland der grösste lieferant ist. die im handelsvertrag
mit westdeutschland für das erste quartal vorgesehenen
kontingente für nicht liberalisierte maschinen waren bereits
ende märz um 100 prozent überschritten,so dass das jahreskontingent
ende juni voll ausgenützt sein würde. es sind
bestrebungen im gange, die firmen dazu zu bewegen, maschinen
aus grossbritannien und der schweiz zu beziehen. doch sind
diese wesentlich teurer als die deutschen erzeugnisse.
nach meinung des zuständigen fachverbandes handelt es
sich bei diesen einfuhren nicht um einen sofortbedarf sondern
um anschaffungen und investitionen auf lange sicht. die einfuhren
stiegen sowohl auf dem liberalisierten wie auch auf dem
nichtliberalisierten sektor.
im zusammenhang mit dem staatsvertrag und den daraus
resultierenden reparationslieferungen bemühen sich bedeutende
firmen dieser industrie, lieferaufträge zu erhalten. da sie
damit auf sechs jahre mit arbeit eingedeckt wären und ihre
regien senken könnten.
was die usia-betriebe anbelangt, so befinden sich unter
ihnen auf dem maschinensektor e&ne ganze anzahl von unternehmungen,
wie z.b. voith in st. pölten (turbinen, papiermaschinen usw.).
die floridsdorfer lokomotivfabrik, die rax-werke (kesselwaggons)
und andere, die durch ihre exportverbindungen ausgesprochene
aktivposten darstellen werden. bei anderen betrieben werden
allerdings ziemlich bedeutende investitionen notwendig sein,
da ein grossteil ihres maschinenparks veraltet ist.
auch die entwicklung in der fahrzeugindustrie ist sehr
günstig. allerdings würde die von den amerikanischen erzeugern
geforderte erhöhung der zölle auf fahrräder, insbesondere
die puch-werke, die grosse exporte nach den usa tätigen, auf
das schwerste in mitleidenschaft ziehen. (schluss)+1648/ip+

 

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