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18.05.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0087 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 33 bundesparteitag 1 wien , 18.5.(.apa} in den festlich geschmückten sofiensälen =

 
i 33
bundesparteitag 1
wien , 18.5.(.apa} in den festlich geschmückten sofiensälen
begann heute um 0900 uhr unter der devise "österreich - seine
freiheit, seine zukunft" der ausserordentliche bundesparteitag
der österreichischen volkspartei, der von der bundesparteileitung
aus anlass des abschlusses des staatsvertrags einberufen worden
war. unter dem leuchtenden emblem der partei und den fahnen
österreichs und aller bundesländer waren über 1000 delegierte
aus dem gesamten bundesgebiet versammelt. als fanfaren das
erscheinen des parteivorstands mit bundesparteiobmann bundeskanzler
ing. raab an der spitze ankündigten, erhob sich die
versammlung und akklamierte minutenlang den bundeskanzler, den
aussenminister ing. figl, der an seiner seite schritt, und
die übrigen mitglieder der bundesparteileitung.
der obmann des bauernbundes min.a.d. kraus, der den vorsitz
des parteitages führt, erklärte in seiner eröffnungsansprache
u.a., dass alle parteitage der övp seit 1945 in den satz ausklangen,
österreich möge endlich seine freiheit erhalten.
dieses mit geduld ertragene warten habe nun endlich seinen
lohn gefunden. der 15. mai war für das ganze österreichische
volk ein wahrer fest- und freudentag. die partei hat in diesen
17 jahren der unfreiheit eine grosse last von arbeit und verantwortung
auf sich genommen und getragen, um die heimat wieder
aufzubauen. zehn bittere jahre mussten vergehen, doch endlich ist
der zeitpunkt gekommen, dass unsere geliebte heimat österreich
wieder ein unbesetztes, unabhängiges und souveränes land
ist. als vertreter eines besonders schwer betroffenen bundeslandes
wisse er dies besonders zu würdigen. es ist an diesem
tag unsere ehrenpflicht, jener parteimitglieder zu gedenken, die
draussen unter ständiger bedrängnis und drohung ihre pflicht
erfüllt haben.
nach einem kurzen rückblick auf den politischen weg
der partei und nach genehmigung der tagesordnung begrüsste
min.a.d. kraus vor allem den bundeskanzler und aussenminister,
bei deren nennung die versammlung wieder in langen beifall
ausbrach, der sich wiederholte, als der redner die beseitigung
des diskriminierenden absatzes in der präambel des staatsvertrages
erwähnte und sie als ein noch im letzten moment
gelungenes historisches verdienst ing. figls bezeichnete.
sodann ergriff, von stürmischem beifall begrüsst, bundeskanzler
ing. raab das wort. (fortsetzung) 1115 mzi+

 

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