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24.06.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0184 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 225 graf 2 (apa) über die dauer der dienstzeit im kommenden bundesheer =

 
i 225
graf 2 (apa)
über die dauer der dienstzeit im kommenden bundesheer
sagte der staatssekretär, die österreichische volkspartei
trete für jene dienstzeit ein, die für die ausbildung der
rekruten zu vollwertigen soldaten unumgänglich notwendig ist.
es ist unverantwortlich, sagte er, nicht oder nur ungenügend
ausgebildete soldaten im ernstfall gefahren auszusetzen. eine
längere dienstzeit für junge menschen ist auch zweifellos
besser, als die ständige einberufung älterer jahrgänge
zu waffenübungen, die übrigens wegen der familienunterstützung
zweifellos enorm hohe kosten verursachen wurde.
nach einer eingehenden besprechung aller anderen mit dem
kommenden wehrgesetz zusammenhängenden fragen, wie des heeresausschusses,
der form der übernahme früherer soldaten und offiziere
sowie der festzulegenden altersgrenze bei offizieren und
unteroeffizieren, erklärte staatssekretär graf abschliessend:
wir haben die verpflichtung zum schutz unserer grenzen.
das argument, österreich wäre ein kleiner staat und wurde
deshalb kein heer brauchen, ist keineswegs stichhältig,
denn uner land ist flächenmässig grösser als die schweiz,
hat mehr einwohner als norwegen und ist gleich gross wie dänemark,
schweden, holland oder belgien, die alle stehende heere
zum schutz ihrer grenzen unterhalten. österreich wird im konzert
der mittleren nationen in wirtschaftlicher und politischer
bedeutung ein gewichtiges wort mitzusprechen haben, wenn es den
mut aufbringt, seine grenzen zu schützen un seine jugend im
wehrwillen zu stärken.
in der debatte fanden die von staatsskeretär graf aufgestellten
grundsätze in der wehfrage die einhellige zustimmung
aller mitglieder der wiener landesparteileitung der övp.
(schluss)+2306+sm+

 

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