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06.06.1955 / Meldungs-Nr.: AHI0127 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 165 bundesheer 2 (apa) unabdingbarer grundsatz und grundlage für die einberufung =

 
i 165
bundesheer 2 (apa)
unabdingbarer grundsatz und grundlage für die einberufung
zum berufssoldaten hätten vor allem der charakter, das wissen
und die physische eignung zu bilden. in allen sozialen schichten
des volkes finden sich junge männer, die sich nach charakter
und anlagen für die offiziers- und unteroffiziersbahn eignen,
aper auch solche, die davon ausgeschlossen bleiben müssen.
für den eintritt in die militärakademie sei die absolvierung
einer mittelschule unerlässlich. die die militärakademie müsste
im zeitalter der technlk und spezialisierung vier jahrgänge
umfassen . für den eintritt in die vierjährige unteroffiziersschule
hingegen werde die absolvierung der hauptschule
oder untermittelschule mit gutem erfolg als grundlage gefordert
werden müssen.
das offiziers- und unteroffizierskorps müsse aller drückenden
materiellen sorgen enthoben sein, sonst seien alle organisatorischen
und materiellen vorsorgen für das bundesheer umsonst. es müsse
dem allgemein und fachlich hochgebildeten offizier und dem
vorbildlich diensttuenden unteroffizier eine existenz geboten
werden , die seiner vorbildung und der schweren dienstleistung
in einer modernen armee entspricht.
an der spitze unseres heeres stehe selbstverständlich
der oberste repräsentant unseres staates, der bundespräsident.
in der bundesregierung hätte ein bundesminister die interessen
des bundesheeres zu vertreten. dieses wäre in engster zusammenarbeit
mit den parlamentarischen körperschaften und dem generalstabschef
des bundesheeres organisatorisch, personell und materiell
auf jenen stand zu bringen, der die gewähr bietet, dass
aufgabe und zweck der wehrmacht erfüllt werden.
zur frage, ob der landesverteidigungsminister ein militär
oder ein politiker sein solle , führte oberstleutnant seifert
u.a. aus : die erfahrung lehre, dass in der republik und
in der demokratie diese hohe würde und schwere bürde zu tragen
am besten ein bedeutender politiker geeignet sei, nur ein solcher
mann könne die oft unpopulären belange und
forderungen im parlament durchsetzen, ein staatssekretär
würde es viel schwieriger haben.
für das neue bundesheer sei das stetige interesse
des volkes nötig . daher müsse die bevölkerung ständig
über leben und arbeit der wehrmacht unterrichtet sein. die
arbeit der wehrmacht müsse im lichte der breiten öffentlichkeit
vor sich gehen. presse und rundfunk würden da eine grosse
aufgabe vorfinden. (schluss)+2017+ba+

 

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