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11.05.1958 / Meldungs-Nr.: AHI0120 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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zs 62 zürich, 11.5. (apa) ergänzung zu s 47 (sailer) ösv präsident dr. otto lorenz, der vorsitzende des fis- =

 
zs 62
zürich, 11.5. (apa) ergänzung zu s 47 (sailer)
ösv präsident dr. otto lorenz, der vorsitzende des fis-
amateurkomitees, schlug vor, dass ein international anerkannter
filmexperte wie z.b. der italienische regisseur und produzent
roberto rosselini vor der amateurkommission ein urteil über
sailers schauspielerische fähigkeiten abgeben solle. wie es
heisst, habe sich die kommission darauf geeinigt, dass, sollte
sailer seinen filmkontrakt nur wegen seiner skitriumpfe erhalten
haben, der weltmeister zum professional erklärt würde, sollte
sich aber herausstellen, dass sein filmtalent der entscheidende
faktor ist, würde man dies so ansehen wie jede beliebige andere
berufliche karriere, das heisst, man würde sailer den amateurstatus
nicht absprechen.
nach der sitzung nahmen das komitee und sailer an einer
pressekonferenz teil, wo bavaria-produktionschef richter meinte:
"soweit es uns betrifft, gibt es hier kein problem. seit 18
monaten ist sailer berufsmässig filmschauspieler. amerikanische,
französische und italienische filmgesellschaften haben angeboten.
ihn für filme zu engagieren, die keinerlei zusammenhang mit
dem skilaufen hatten." richter gab bekannt, dass das amateurkomitee
ihn aufgefordert hat, details aus sailers filmvertrag
bekanntzugeben, sowie zum vergleiche aufstellungen über sailers
filmgagen und die gagen anderer debutanten in der deutschen
filmindustire vorzulegen. sailer habe schon vor langer zeit
darauf bestanden, dass in seinem vertrag eine spezielle klausel
aufgenommen würde, nach der es verboten ist, in der publicity
für seine filme seine skierfolge zu verwerten, sagte richter.
"verschiedene kinos und reklamefirmen haben diese klausel
allerdings ignoriert," fügte er hinzu.
sailers kurzer kommentar nach der sitzung war: "ich bin
sicher, dass alles in ordnung gehen wird."
dr. lorenz gab bekannt, dass die entscheidung im falle sailer
innerhalb von acht wochen fallen werde. "welche entscheidungen
auch immer wir treffen werden, so wird sie auf keinen fall von
der möglichen reaktion des internationalen olympischen comites
beeinflusst sein," ergänzte er. (schluss)ch 1550+

 

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