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15.01.1956 / Meldungs-Nr.: AHI0108 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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s 68 herrenslalom 3 (apa) als erster ging walter schuster über die piste. er hatte =

 
s 68
herrenslalom 3 (apa)
als erster ging walter schuster über die piste. er hatte
im ersten teilstück pech, blieb mit einer skispitze an einer
torstange hängen und rutschte nach rückwaerts etwa zehn
meter hinab. mit 84,9 sek war der lermooser praktisch bereits
aus dem rennen.
diese zeit wurde von ralph miller, dessen lockere fahrweise
ziemlichen eindruck machte, mit 73,4 leicht unterboten. dann
kam anderl molterer, der mit 65,2 sek. eine zeit vorlegte, die
kein anderer läufer auch nur annähernd erreichte. der "weisse
blitz" fuhr, diesmal in weissem pullover, was das zeug hielt
in seiner nunmehr fast schon typischen leichten rückenlage,
das tempo durch schlittschuhschritte und enormen stockeinsatz
immer noch beschleunigend. die 15.000 zuschauer brachen in einen
beifallssturm aus, als molterer durch die torkombinationen jagde.
wallace "bud" werner hat, wie man feststellen konnte,
auch im torlauf grosse fortschritte gemacht. er lief 70,4 sek,
blieb aber beim letzten offenen tor hängen und flog von diesem
direkt ins ziel. so erhielt er fünf strafsekunden, womit seine
zeit 75,4 lautete.
toni sailer imponierte durch seine unglaubliche ruhe und
beherrschtheit. er fuhr die tore noch etwas rationeller an als
sein klubkammerad. entwickelte jedoch nicht dessen temperament,
sodass er mit 67,5 sek deutlich hinter molterer zurückblieb.
mit 2,3 sek vorsprung hätte molterer im 2. lauf die grosse
chance auf den kombinationssieg gehabt.
othmar schneider fuhr sehr sicher und ruhig, wurde im mittelteil
aber etwas abgetrieben und verlor dadurch zeit. immerhin
reichte es noch für 71,2 . an der gleichen stelle hatte übrigens
auch josl rieder schwierigkeiten und in der folgenden haarnadel
musste der lermooser sein ganzes können aufbieten, um nicht
neuerlich abgetragen zu werden. mit 70,2 fuhr er dennoch die
drittbeste laufzeit. ernst oberaigner ist noch nicht in seiner
vorjahrsform, was ja auf grund seiner eben erst überstandenen
verletzung begreiflich ist. es fehlt noch die ihn früher auszeichnende
wucht, mit 71,7 war er aber dennoch noch unter
den ersten zehn zu finden.
in den kitzbüheler lokalkampf sailer-molterer hätte sich
der dritte aus dem kitzbüheler bunde ernst hinterseer einschalten
können, wäre er nicht im letzten tor mit der skispitze
hängen geblieben. er verkantete sich, stürzte und verlor wohl
vier sekunden. 70,5 war unter diesen umständen vervorragend.
(forts.)ch 1703+

 

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