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Toni Sailer - Der Blitz von Kitz


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Der Blitz von Kitz - hier mit der Weltmeisterin Sissy Oppelt, die zur gold ...
© APA-IMAGES/ORF Fernseharchiv/Kern
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Toni Sailer brettert mit Höchstgeschwindigkeit über die Piste - aufgenomme ...
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SPORTKARRIERE 1955-1958

"Dieser Toni Sailer ist der größte Skiläufer aller Zeiten, er ist besser als ein Furrer, Seelos, Eriksen oder Pravda. Er ist nicht nur ein fantastischer Abfahrer, er kann sich auch auf Torlauf und Riesentorlauf umstellen und er besitzt Nerven wie wahrscheinlich kein anderer Skiläufer der Welt", sagte der Schweizer Ernst Gertsch, der Begründer des Lauberhornrennens, spontan, als der junge Kitzbühler gerade seine zweite Goldene bei den Olympischen Spielen in Cortina d?Ampezzo geholt hatte.

Anton Sailer (* 17. November 1935 in Kitzbühel, Tirol), gelernter Glaser und Spengler, wird mit seinen Erfolgen zum Sportidol einer ganzen Generation. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Cortina gewinnt er drei Goldmedaillen (Riesenslalom, Slalom und Abfahrt), bei den Schiweltmeisterschaften 1956 (ebenfalls Cortina) gewinnt er Gold in den Disziplinen Abfahrt, Slalom, Riesenslalom und Kombination. Bei den FIS-Weltmeisterschaften 1958 in Bad Gastein holt er am Graukogel Gold in Abfahrt, Riesenslalom, Kombination und Silber im Slalom.

Im Laufe seiner Karriere kann der "Blitz von Kitz" von 1946 bis 1958 ca. 170 große Siege verbuchen, darunter vier Lauberhornsiege in Folge und die Hahnenkamm-Kombination in Kitzbühel.

SCHAUSPIELKARRIERE

1959 zieht er sich vom aktiven Rennsport zurück und widmet sich ganz seiner Schauspielkarriere. Er wirkt in 25 Spielfilmen mit, spielt Theater und betätigt sich als Schlagersänger.

Besondere Popularität erreicht Toni Sailer in Japan, wo er eine Schifahreuphorie auslöst und auch heute noch einer der prominentesten Europäer ist.

Er spielt mit Größen wie Gunther Philipp, Georg Thomalla, Theo Lingen, Rudi Carrell, Waltraud Haas, Uschi Glas u.a. Besondere Bedeutung erlangt keiner seiner Filme.

Dem Sport bleibt er treu, von 1972-76 wirkt er als Cheftrainer und Technischer Direktor des Österreichischen Skiverbands. Bis heute leitet er die Kinderschischule Kitzbühel, ist Vorsitzender des FIS- Alpinkomitees und fungiert als Rennleiter der Kitzbüheler Hahnenkammrennen. Der Tiroler genießt noch immer eine besondere Popularität.

Im Jänner 2004 kündigt Sailer an, für das Amt des Bürgermeisters von Kitzbühel kandidieren zu wollen. Ein paar Wochen später nimmt er davon aber wieder Abstand.

© APA - Austria Presse Agentur / Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
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