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Naturkatastrophen, Lawinen, Unfälle

Ein Auszug aus den Katastrophen in Österreich


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Ein Blick in die österreichische Katastrophen-Chronik zeigt: Auch das von Papst Paul VI. einst als "Insel der Seligen" bezeichnete Österreich ist vor Unglücken, hervorgerufen durch Mensch oder Natur, nicht gefeit.

UNFÄLLE

Das Unglücksjahr 1960 beginnt am 26. März mit einer Explosion bei Deutsch-Wagram in Niederösterreich. Bei routinemäßigen geophysikalischen Messarbeiten der österreichischen Mineralölverwaltung explodiert ein Sprengkörper, der Unfall kostet sechs Menschen das Leben. Am 2. August kommt es in Wien zu einem folgenschweren Straßenbahn-Unglück in Wien. Ein Zug der Linie 39 entgleist wegen zu hoher Geschwindigkeit an der Ecke Billrothstraße-Döblinger Hauptstraße. Dabei kommen 18 Menschen ums Leben. Und am 26. September des gleichen Jahres stürzt die AUA-Maschine Joseph Haydn bei Moskau ab. Die Bilanz: 30 Tote.

Vier Jahre später kommt es zur größten Flugzeugtragödie auf heimischem Boden. Am 29. Februar 1964 fordert der Absturz des britischen Passagierflugzeuges "Bristol-Britannia" in Tirol 83 Todesopfer. Die Absturzursache konnte nie einwandfrei geklärt werden.

Am 1. November 1967 schockt ein Grubenunglück in St. Stefan im Lavanttal in Kärnten die Öffentlichkeit. Ein Brand fordert fünf Tote, der Sachschaden beträgt 60 Millionen Schilling.

Am 1. Mai 1971 fährt in den frühen Morgenstunden im Bahnhof Fürnitz (Kärnten) der Italien-Express von Rom nach Wien auf einen im Bahnhof stehenden Güterzug auf. Das Zugunglück, dessen Ursache auf menschliches Versagen zurückzuführen ist, fordert acht Todesopfer und mehrere Verletzte. Am 17. Dezember sterben fünf Feuerwehrmänner beim Versuch, einen Großbrand in der Papierfabrik Ortmann im Piestingtal (Niederösterreich) zu löschen.

Selbst 174 Feuerwehrleute können den Großbrand im Safaripark Gänserndorf (Niederösterreich) in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1979 erst nach zehn Stunden unter Kontrolle bringen. 37 Tiere verenden, es entsteht ein Schaden von rund 20 Millionen Schilling.

LAND DER BERGE, LAND DER LAWINEN

Am 2. März 1965 reißt eine Staublawine am Radstädter Tauern einen Bus mit, der mit schwedischen Studenten besetzt war. 13 Menschen finden den Tod.

23. Februar 1970: In St. Igmund (Tirol) verschüttet eine Lawine ein Gasthaus, vier Personen können nur noch tot geborgen werden. Am 21. Dezember 1974 ereignet sich in Kitzbühel im Hahnenkammgebiet kurz nach 14 Uhr eine schwere Lawinenkatastrophe. Eine Gruppe von Schifahrern wird von einem Schneebrett erfasst und verschüttet. Dabei sterben 13 Personen.

Der Winter 1984 bringt ein Schneechaos in Österreich. In Tirol gehen 30 bis zu 100 Meter breite Lawinen ab und fordern insgesamt 14 Tote. Orkanartige Stürme, die bis zu 140 km/h erreichen, verschlimmern die Lage. 20 Wintersportorte sind von der Umwelt abgeschnitten und müssen mit Hubschraubern versorgt werden.

LAND AM STROME - HOCHWASSER UND UNWETTER

Jänner/Februar 1963 bringt einen Katastrophenwinter in ganz Österreich. Der Verkehr wird vielfach eingeschränkt, Eisstöße auf der Donau behindern den Schiffsverkehr. Die Temperatur sinkt stellenweise bis auf minus 28 Grad.

Am 12. Juni 1966 geht über Österreich, speziell in Salzburg, eines der schwersten Unwetter nieder. In Zell am See sterben sechs Personen.

Zu schweren Überschwemmungen kommt es 1965, 1970 und 1980. Der Wasserstand der Donau erreicht im Jahr 1965 eine Höhe von 7,98 Meter, vor allem in Oberösterreich kommt es zu Verwüstungen. Das von heftigen Regenfällen verursachte Hochwasser im August 1980 sorgt für Schäden in ganz Österreich, vor allem Teile der Steiermark werden in Mitleidenschaft gezogen. Im Oktober 1980 wird die Steiermark abermals von Hochwässern heimgesucht. Der Schaden beträgt jeweils hunderte Millionen Schilling.

Schwere Stürme über Österreich bringen im Jänner 1976 umfangreiche Zerstörungen. Allein Oberösterreich meldet 350.000 Festmeter Schadholz.

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